Sonntag, 5. Dezember 2010

BUCH-GeschenkTIPP 7

Herr Mozart wacht auf (Eva Baronsky)
Bereits im Sommer 2009 erschien dieser Erstlingsroman der Autorin. Ich las das Buch jedoch erst letzten Winter, da ich es meinem Vater schenken wollte, der über W.A. MOZART fast alles an Literatur (& auch Noten!) hat, was & die man nur haben kann. (Die Sammelleidenschaft diesbezüglich hält bei ihm nun schon an die 30 Jahre und wir entdecken alle beide immer wieder neue Skurilitäten... das macht echt Spaß! ;-))

Mozart stirbt exakt HEUTE vor 219 Jahren (jaaaaa, jetzt rechnet mal schön! *lach*) ... er weiß es noch genau, dass ihm das ja eigentlich wiederfahren ist, nämlich, als er am morgen nach seinem Tod aufwacht!

Komplette Verwirrung -das stelle man sich mal vor, es würde einem von uns passieren- und nach & nach begreift er seine Umwelt und stellt fest, dass er sich in der Zukunft im Jahre 2006 befindet.... 215 Jahre NACH seinem Tod. Und jetzt? Wozu das Ganze?
Das kann nur bedeuten, dass er den göttlichen Auftrag hat sein REQUIEM zu beenden.
Dieses unglaubliche Stück, das er -hier streiten sich die Geister vehement- im Fieberwahn geschrieben hat (-> ganz großartig dazu die Schlussszene im Film AMADEUS!!!s.u.) ... oder eben auch nicht, wer weiß? 
Hört doch mal sein Lacrimosa...
(=> Lautsprecher voll aufdrehen & zurücklehnen & sich von der Musik durchströmen lassen & gucken (Schlussszene aus AMADEUS)... garantierter Gänsehautfaktor!):
Na, jedenfalls "eiert" Mozart nun unter dem unverfänglichen Namen Wolfgang Mustermann durch Wien, versucht alles, was ihm widerfährt auf die Reihe zu kriegen und sich in der "gefährlichen" aber für ihn natürlich interessanten Zukunft irgendwie zurecht zu finden. 

Fazit: Ein ganz wunderbares Buch, das man in einem Rutsch durchlesen kann und dabei ständig ein Lächeln auf den Lippen hat! 
Die Leichtigkeit, die man gerne in die Figur MOZARTs hinein interpretiert und die man durchaus auch mit seiner Musik verbindet, hat die Autorin ausgesprochen gut rüber gebracht... 
=> warmherzig, lebensfroh & absolut wienerisch, bittschön! <=

4 Kommentare:

Shoushou hat gesagt…

Ich würde gern mal 200 Jahre in die Zukunft reisen, ich wage gar nicht daran zu denken, wie sich alles entwickeln wird.

LG Shoushou

Nikola Hotel hat gesagt…

Gott behüte! Da würde ich lieber 200 Jahre in die Vergangenheit reisen: 1810 mit netten Empire-Kleidchen...
Das Lacrimosa ist der Wahnsinn, schon nach den ersten zwei Takten hatte ich eine Ganzkörpergänsehaut!
Vielen Dank für den Buchtipp! Das klingt herrlich ironisch und ist bestimmt ein Buch nach meinem Geschmack.

Liebe Grüße
Nikola

SOLEILrouge hat gesagt…

@ Shousou & Nikola
Ich würde -wenn es ginge- durchaus gerne mal BEIDES tun.... zum Einen in die Vergangenheit reisen, weil:
- Frédéric Chopin, Robert Schumann & Johanna Kinkel wurden in dem Jahr geboren,
- Beethoven schrieb sein "Für Elise"
- Caspar David Friedrich malte wunderbare Bilder zu der Zeit...
usw.

ABER durchaus auch mal in die Zukunft reisen, denn beides ist Geschichte und die Zukunft nichts anderes als die Vergangenheit unserer jetzigen Gegenwart!

Das wäre doch mal spannend, oder???

Anonym hat gesagt…

Danke für den Tipp. Ich werde es mit Vergnügen zum Weihnachtsfest verschenken.