Dienstag, 29. Juni 2010

Liebe & Tod & Liebe & Tod & Liebe...

Boahhhh, was für schwermütige Gedanken an einem sonnigen Junitag, aber was raus muss, muss raus und da genügen manchmal kleinste Gedankenassoziationen... das kennt ihr bestimmt auch.

Hier schrieb heute früh Der Dicke in seinem Blog: "Und mir wird bewusst, schon bald werde ich es sein, der geht." JA. Genau der Gedanke streift mich in den letzten Jahren auch immer öfter. Noch leben meine Eltern (Mutter 75, Vater 77... haben im April Goldene Hochzeit gefeiert ;-)), aber sie werden alt... und schon DAS mitzuerleben -wenn man sie immer voll aktiv am Leben teilnehmend erlebt und in Erinnerung hat- ist, wie ich finde, für uns Kinder schon ein seltsames Gefühl und dann beschleichen einen so Gedanken: Wie wird es sein, wenn sie mal nicht mehr sind? ....wenn man nicht mal eben zum Telephonhörer greifen kann, um sie anzurufen, ihre Stimme zu hören? Selbst, wenn man sich nichts Besonderes mitzuteilen oder zu besprechen, zu sagen hat.... einfach so um sich auszutauschen und zu fragen wie's geht etc.
Da meine Eltern in den letzten Jahren hauptsächlich in Frankreich leben (meine Mama ist ja Französin), sehen wir uns eher selten, denn man fährt nicht mal eben über's WE 850 km einfache Fahrt. Aber so 2-3x im Jahr sind sie auch wieder in Deutschland in ihrer Wohnung im Rheinland, wohin sie auch wieder ziehen werden, wenn's in dem großen Haus nimmer geht. Vor allem die lange Fahrt und das Pendeln bereitet doch zunehmend Schwierigkeiten und geht auch nimmer ohne 1-2 Zwischenstops mit Übernachtung. Gerade, wenn sie dann so unterwegs sind, mache ich mir doch Sorgen, denn die Reaktionsfähigkeit ist einfach nicht mehr dieselbe wie früher.... UND manchmal ertappe ich mich dann auch bei dem Gedanken, es könne jemand anrufen und mir sagen, meine Eltern seien bei einem Unfall tödlich verletzt worden oder dergleichen.... Schon allein deswegen habe ich mir auch angewöhnt, immer den letzten Anruf meiner Mama auf dem AB nicht zu löschen, denn WENN es mal so wäre -was ich nicht hoffe- dann hätte ich wenigstens noch den Klang ihrer Stimme... *puh*
Ist natürlich alles "Panikmache", aber der Gedanke lässt mich einfach nicht kalt!
Ich glaube so etwas, d.h. den Tod der Eltern, kann man sich nicht wirklich vorstellen, sondern erfährt das Gefühl wie es ist, den Rest des eigenen Lebens OHNE sie leben zu müssen, erst dann in Gänze, wenn es bereits geschehen ist!
Ich weiß nicht, ob man sich darauf "vorbereiten" kann oder was man tun kann, um das Thema TOD DER ELTERN in gewisser Weise "gelassener" anzugehen, denn auch, wenn das gegenseitige Verhältnis -auch heute noch- nicht immer spannungsfrei ist, so sind es doch DIE Eltern, die einen geboren und aufgezogen haben, die einen für's Leben gerüstet und für einen gesorgt haben, bis man selbst auf eigenen Füßen stand. Und dennoch liebt man genau Diejenigen, die dann tot sind, auch darüber hinaus, selbst, wenn es zu Lebzeiten vielleicht nicht immer so war... ;-)
Liebe & Tod & Liebe & Tod & Liebe.... ein äußerst ambivalentes Verhältnis!

"Es geht um Liebe..."

... ist ein Zitat eines weltberühmten Musikers, trifft aber durchaus auch mein Gefühl, mein Herz (wenn auch emotional auf etwas andere Weise, als wenn es Familie beträfe...).
Am 25. Juni 2009 war ich gerade in der U-Bahn in Berlin mit dem Liebsten und Freunden unterwegs und die Nachricht, die ich auf den kleinen Bildschirmen im Wagon sah/las, traf mich wie ein Schock (was ich selbst so niemals für möglich gehalten hätte)
: mein "Idol", Michael Jackson, das mich jahrelang musikalisch in vielen Lebensphasen begleitet hatte, der King of Pop war TOT! *Boiiiiiinnnnnnnng*
Die anderen konnten mein ungläubiges Entsetzen gar nicht nachvollziehen: Kloß im Hals, komplette Verwirrung... ich war schlicht unansprechbar. Ständig sah ich Bildfetzen vor meinem inneren Auge vorbeiziehen.... Michael in seinen Musikvideos, seine perfekte Körperkoordination, seine Tanzmoves, seine Stimme, seine Ausdruckskraft und seine Bühnenpräsenz.

All das kam eben wieder hoch, als ich das Video THIS IS IT sah, das ich vor ein paar Tagen im TV aufgenommen hatte: Die größe Show seines Lebens hätte es werden sollen..... >The show before the last curtain<, wie er selbst gesagt hatte und wo endete es? Auf dem Forest Lawn Memorial Park in LA!
Es wäre echt DIE Sensation gewesen, hätte er die Show zeigen & durchziehen können. Selbst mit 50 Jahren, schwer krank -weil süchtig-, untergewichtig und quasi nur noch die Hälfte seiner selbst, hatte der Mann dennoch so eine phantastische Ausstrahlung.
Als Erinnerung gibt's nichts Besseres und wer den gesamten THIS IS IT-Film, diese Dokumentation, den Zusammenschnitt der Proben für seine letzte Show noch nicht gesehen hat, sollte es sich unbedingt anschauen! Knapp 10 € kostet mittlerweile die Special-Edition-Doppel-DVD nur noch.... exzellent investiertes Geld für ein Revival & Memorial eines der großartigsten Künstler der Popmusikgeschichte!

Michael, you'll be forever in my heart, my mind & my soul with your music... RIP!


Montag, 28. Juni 2010

Salut d'amour

Ich bin noch ganz erfüllt vom heutigen Waldbühnen-Konzert der Berliner Philharmoniker, das dieses Jahr unter dem Motto "Die Nacht der Liebe" stand und jedes Jahr am letzten Sonntag im Juni die aktuelle Musiksaison beendet!
Leider konnte ich noch nie selbst LIVE daran teilnehmen, da wir in RLP nie so früh Ferien haben (jedoch nächstes Jahr könnte es klappen *juchuuu*) und montags ja immer wieder Schule ist... *grummelgrummel*

Als Voll- und Herzblut-Musikerin ist das schon ein schweres Los, ich sag's euch, zumal wenn frau weiß, dass der Liebste in Berlin vor Ort ist und die ganze grandiose Stimmung da miterlebt... ja, das macht auch manchmal etwas neidisch, ich geb's ja zu ;-)
ABER dafür verfolge ich immer alles ganz genau am Bildschirm mit und erfreue mich an den Besonderheiten, die ER nicht mitkriegen kann, weil es keine großen Übertragungsleinwände gibt.
Die Kameraführungen ins Orchester, insbesondere einzelner Orchestergruppen sind schon was ganz Tolles, ebenso die Mimik der jeweiligen Dirigenten, aber auch die Freude & Gefühle in den Gesichtern der ~ 20.000 Besucher jedes Jahr!

Traditionell schließt das Waldbühnenkonzert immer mit dem berühmten Gassenhauer "Berliner Luft" von Paul Lincke ab, bei dem dann ALLE Zuschauer mitsingen, -pfeifen und -tanzen.
Besonderes Highlight war dieses Jahr -und auch das konnte man nur am Bildschirm sehen, es sei denn man saß in der Waldbühne im vorderen Viertel- dass die Blechbläser an entscheidender Stelle des Stücks NICHT in ihre Hörner, Posaunen, Tuben & Trompeten bliesen, sondern auf eigens mit Fahnen dekorierten schwarz-rot-gelben Vuvuzelas den Rhythmus bliesen! Einfach nur herrlich anzuschauen/-sehen, wie sie selbst ihren Spaß hatten und ein wunderbares Überraschungsmoment für die Zuschauer/-hörerInnen!

Besonders gefallen hat mir jedoch Edward Elgars "Salut d'amour" op. 12 / 1, das ich euch hier nicht vorenthalten möchte. Einfach ganz wunderbare Musik passend zu einer lauen Sommernacht in den Armen des Liebsten (... oder whatever/whoever you want *g*)

Et maintenant: Bonne nuit à tous, demain est un autre jour et la dernière semaine avant les grandes vacances commence! Yipieeee :-)



Ahhhhh..... jetzt ja! :-)
MERCI à tous, die mir den Tipp mit dem "einbetten" gegeben haben!

(=> Das Mädel an der Violine ist erst 9 und hat schon so 'ne Bogenführung und -haltung.... Boahhhhh!)

Sonntag, 27. Juni 2010

Die Sonne im Nacken....

Ihr werdet es nicht glauben, aber seitdem ich aufgewacht bin, geht mir dieser Satz im Kopf herum! Warum? Keine Ahnung! Ich habe nichts gelesen oder geträumt, was darauf schließen ließe und sitze hier auch nicht mit dem Rücken zum Fenster. Seltsam.
Geht euch das auch manchmal so, dass ihr etwas im Kopf habt (eine Melodie, eine Textzeile, einzelne Worte, ja sogar Gerüche...), die über Tage hinweg immer DA sind und nicht mehr weichen wollen? Es beschäftigt mich echt schon seit Jahren immer wieder, warum das der Fall ist.
-> Was geht da ab in unserem Gehirn, von dem wir nicht mal ansatzweise etwas ahnen?
-> Woher kommen diese Sätze wie quasi aus dem Nichts?
-> Will uns unser Gehirn damit auf etwas hinweisen oder uns etwas Spezielles mitteilen?
-> Ist unser Gehirn wie ein "Schüttelkasten", der bei Bedarf bzw. "nach Lust & Laune" Wörter miteinander kombiniert?
Ich verstehe es nicht und alle bisherigen Recherchen haben auch noch keine Antwort gebracht. Nun denn, dann heißt es weitergrübeln und der Willkür des eigenen Gehirns ausgeliefert sein....

STARTzeit

WAS für 'ne Action!
Ich lese jetzt schon seit geraumer Zeit in diversen Blogs hin und her (rüwwer un nüwwer, wie die Pälzer sagen ;-)), allen voran hier -> http://suddas.blogspot.com/ und habe mich nun am heutigen wunderschönen Sonntag entschlossen, auch mal so ein Schreib-Gedanken-Projekt zu starten!
Keine Ahnung, wohin es mich führen wird und welche Rubriken da im Laufe der Zeit alle aus den Tiefen meines (Unter)Bewusstseins an die Oberfläche drängen werden... on verra!
Auf jeden Fall wird der Blog nicht nur in Deutsch geführt werden (wenn auch hautpsächlich), da -wie einige von euch bereits wissen- mein Herz durch & durch binational ist... oui, j'aime le et les francais!