Sonntag, 31. Oktober 2010

PARIS - Mon amour! (2. Teil der Herbstreise)

Wenn man -so wie ich- schon seit über 15 Jahren nicht mehr in einer (zumindest früher) heißgeliebten und sehr vertrauten Stadt gewesen ist, dann weiß man nicht, was einen erwartet.
Eineseits ist man ganz gespannt und möchte zunächst mal alles wieder entdecken & auf alten Pfaden wandeln, aber andererseits hat man auch etwas Angst, dass das, was man jetzt sieht, einem nicht mehr gefällt und dadurch die Erinnerung "gestört" oder getrübt wird.
Möglicherweise möchte man auch schon Neues erkunden, falls es die Zeit zulässt.

All dies ist geschehen und sämtliche gemischten Gefühle kamen hoch, als wir vor knapp 14 Tagen Ende des nachmittags nach nur 1h25min. ab Metz in PARIS an der Gare de l'Est ankamen!

Das unerwartet großartige Wetter verhalft zur schnelleren Akklimatisation und nachdem wir zu Fuß durch den Park und am Canal St. Martin bis zur Place de la République gelaufen waren, war ich fast schon wieder ! ;-)

Wir erreichten die Wohnung meiner Tante (, die vor 5 Monaten gestorben ist und wo jetzt meine Cousine vorübergehend lebt, da sie a) z.Zt. in Paris arbeitet und b) bis klar ist, was aus der Wohnung wird, denn da gibt es noch 3 andere Geschwister, die ebenfalls in dem Erbnachlass zu berücksichtigen wären.... schwierige Sache! Das alles entscheidet sich in den kommenden Monaten.).... und es war wieder WIE FRÜHER!!!
Die gleichen Gerüche, die gleichen Geräusche drangen von der Straße und dem Innenhof empor und es war fast auf den Punkt so, als hätte ich plötzlich eine Zeitreise in meine Twen-Zeit gemacht. Unglaublich!
Als meine Cousine dann ebenfalls eintraf, war "das Bild" bzw. der Gesamt- eindruck perfekt.... wir quasselten drauf los, was das Zeug hält und der arme Chéri wurde in ein regelrechtes BAIN DE LANGUE (= Sprachbad) getaucht! Aber er hat sich wacker geschlagen und schließlich war ich ja auch noch da zum Übersetzen, mal ganz abgesehen davon, dass meine Cousine (für einen Franzosen!) ganz annehmlich Deutsch spricht... ;-)

So, nun werde ich hier jetzt nicht mehr so viel schreiben & hauptsächlich Bilder sprechen lassen, denn das sagt oft mehr als viele Worte. Nur soviel noch stichpunktartig:
1. Tag (DI): Musée du Grand Palais -> MONET-Retrospektive / Mittagessen im Quartier St. Michel / Ile de la Cité & Notre Dame / von da aus 2-Tagesticket für Busrundfahrt im offenen Doppeldecker gekauft ->
Opéra / Champs Elysées -> Arc de Triomphe / Trocadéro -> Tour Eiffel etc.
Der Himmel zog sich immer mehr zu, sodass wir den Schluss der Strecke im absoluten Regen unter Deck verbrachten. Überfüllte Metro wegen Ruschhour & Streik, daher teilweise noch langer Fußmarsch. Einkaufen. Groggy & Füße aua... -> Abendessen daheim!









Und dann tauchte "SIE" plötzlich im Blickfeld auf!
(Ja, SIE, denn im Französischen sagt man: LA Tour Eiffel .... la jolie...*lach*)


Und schon war der schöne Anblick wieder verschwunden, dafür erfreute ich mich an wunderbaren, hochherrschaftlichen Hausfassaden & schmiedeeisernen Balkonen. In DER Lage zu wohnen -noch dazu mit Blick auf den Eifelturm oder eine andere Pariser "Prominez"- kostet echt ein VERMÖGEN (d.h. ca. 6000 € für 'ne kleine 3-ZKB-Wohnung), falls es solche Wohnungen überhaupt noch zu mieten gibt, das Meiste ist wohl Eigentum! *seufz*


Fortsetzung der nächsten Tage folgt! ;-)

Monats-RückBlick => OKTOBER 2010

Gelesen: "Der Ruf des Kiwis" (Roman, 3. Teil der Neuseeland-Trilogie von Sarah Lark), "Der Totengarten" (Krimi)
Gehört: Grönemeyer rauf & runter (Reminiszenz an alte "Scheiben", die ich beim Sortieren wiederfand)
Gesehen:
DVD -> "Verblendung" (endlich!), "Bourne-Trilogie" und meine aktuellen MI-Abend-Lieblings-TV-Serien "Desperate Housewives" & "Vampire Diaries" und außerdem nach wie vor sporadisch PopStars
Getrunken:
Wasser & Café Crème täglich, Wein ab & an
Gegessen:
Highlight war sicher das Moules-Essen in Paris! *mmmmhhhh*
Gekocht:
nicht immer zu 100% LCHF-like, aber es hat mir nicht geschadet!
Gefreut:
über familiäre Begegnungen, 4 Tage PARIS & das herrliche Herbstwetter der letzten Wochen hier & in Frankreich
Geknipst: viiiiiel
Gelacht:
OUI, und endlich mal wieder zur Genüge!
Geärgert: selten
Gekauft: Postkarten, KUNST-Kühlschrankmagneten aus Museumshops ;-)
Gefeiert: das Wiedersehen mit meiner Cousine & ihrer Familie
Gefühlt:
Erleichterung (über die ENDLICH abklingende Halskrankheit), Aufregung (über die bevorstehende Herbstferienreise), Freude (über den Paris-Aufenthalt)

Freitag, 29. Oktober 2010

Freitags-Füller #83


1. Lieber November, bring uns einen schönen Spätherbst & einen herrlichen Frühwinter!

2. Jeden Tag ein wenig aufzuräumen ist definitiv besser als gar nichts zu tun.

3. Halloween finde ich für die Kiddies ganz schön, ansonsten nervt der Rummel rund um dieses zunehmende "Konsum"fest.

4. Hackfleisch-Lauch-Eintopf (bzw. generell Eintöpfe) schmeckt/en im Winter am besten.

5. Ich schaue aus dem Fenster und sehe die letzten warmen Herbstsonnenstrahlen auf den gegenüberliegenden Dächern.

6. Bald beginnt für viele Menschen die "hektische" Adventszeit und ich frage mich jedes Jahr auf's Neue: muss das denn wirklich sein ?

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Füße hochlegen & couchen, morgen habe ich etwas Gartenarbeit und nach 'ner Küche (bzw. erst mal nach 'nem neuen Herd) schauen geplant und Sonntag & Montag (ist Feiertag bei uns ;-)) möchte ich einfach nur entspannen, lecker kochen, lesen, DVD schauen und/oder tun, wonach mir dann gerade der Sinn steht!

Den Freitagsfüller gibt's immer bei Barbara, merci!

Dienstag, 26. Oktober 2010

METZ - Le nouveau musée! (Teil 1 der Herbstreise)

Letzte Woche war es endlich soweit: Wir sollten/wollten nach PARIS fahren und zwar via METZ, denn auch da gibt es seit ein paar Monaten -genauer gesagt seit Mai 2010- etwas ganz Neues, Phantastisches zu sehen und zwar Das Neue Centre Pompidou-Metz, eine Dépendance des berühmten Museums für zeitgenössische Kunst des 20. & 21. Jhds. in Paris!
Gesagt - Getan! :-)
Auto hier vollgetankt und losgedüst. Kein Stau, alles paletti und nach etwas über 2 Stunden waren wir auch schon in Metz angekommen, wo wir vom Mann meiner Cousine & den 2 älteren (der insgesamt 3) Kiddies empfangen wurden.
Der Blick, der sich uns von deren Balkon im 2. Stock aus bot, war atemberaubend, denn wir sahen -in gerade mal knapp 250m Vogelfluglinie- DAS im nächtlichen Dunkel leuchten:
Das neue Centre Pompidou-Metz befindet sich nämlich im so genannten „Quartier de l’Amphithéâtre“ in unmittelbarer Nähe des TGV-Bahnhofs (2 min. fußläufig) und des Stadtzentrums (5 min. entfernt), d.h. die Konstruktion des Baus an dieser bestimmten Stelle ist eine absolute Trumpfkarte und ein wahrer "Hingucker" für ein ambitioniertes Stadtsanierungs- und -entwicklungsprojekt, das in den nächsten Jahren entstehen und den gesamten Bereich um das neue Museum herum noch mehr aufwerten soll.
Dabei werden -wie könnte es anders sein- Wahnsinnspreise aufgerufen, die ohne mit der Wimper zu zucken in dieser "Prestigelage" auch noch bezahlt werden: Noch nicht gebaute Wohnungen in 5-6-stöckigen, modernen Häuserblocks -mit mehr oder weniger Blick auf das Museum- sind bereits für 380.000 € (für knapp 80m²) und aufwärts im Vorschussverfahren verkauft worden und sollen in den kommenden 3 Jahren realisiert werden.
Meine Cousine & ihr Mann hatten ihre damals komplett heruntergekommene 115 m² Altbauwohnung in dem Eckhaus zu einem Zeitpunkt erworben und generalsaniert, als von dem Museum noch nicht die Rede war.
Nun leben sie in exponierter, bisher unverbauter Lage und genießen rund um die Uhr den grandiosen Blick auf das phänomenale Bauwerk der Architekten Shigeru Ban (Tokio), Jean de Gastines (Paris) und
Philip Gumuchdjian (London).
Wir haben naturellement viel gequatscht, bien sur guuuuut gegessen & getrunken und schon war der Abend rum und wir lagen erschöpft im Bett.
Am nächsten Morgen
sah der Blick auf das Museum dann so aus:
Um 11h öffnete das Centre Pompidou und da wir ja nachmittags gegen 16h den TGV nach Paris besteigen und nicht im Schweinsgalopp durch die 4 Ebenen (insgesamt über 5000 m² Ausstellungsfläche!) hetzen wollten, machten wir auf den Weg.
Was so aus naher Ferne noch relativ "klein" und verspielt aussah, entpuppte sich aus der unmittelbaren Nähe als gigantisch:
Und stand man dann erst mal in der äußeren Eingangshalle unter der filigran anmutenden Holzkonstruktion, dann war das Ganze doch äußerst überwältigend!
Auf dem unteren Bild erkennt man links an der senkrechten Wand meterhohe Rollos, die im Sommer bei besonderen Veranstaltungen komplett hochgezogen werden können, sodass das Innere des hölzern-gläsernen Gebäudes sich nach außen hin öffnet und mit der Natur quasi ganz Eins wird.
Im Inneren sahen wir die
Eröffnungsausstellung "Chefs d'oeuvre?" (-> "Meisterwerke?"),
die im übrigen wegen des ungeheuren Andrangs & Erfolgs noch bis Mitte 2011 verlängert wird und rund 800 wahrliche Meisterwerke querbeet vom Mittelalter bis in die Neuzeit präsentierte.
So viel hochkarätige und qualitativ exzellente 1A-Kunst sieht man selten auf einem "Haufen" in einem Gebäude versammelt!

Wir haben unendlich viel photographiert -was erstaunlicherweise, jedoch ohne Blitz, erlaubt war-, doch davon möchte & darf ich euch leider aus rechtlichen Gründen nichts zeigen.

Lediglich einen Ausschnitt aus einem ca. 6m hohen Werk des kubistischen Künstlers Robert Delaunay möchte ich euch hier nicht vorenthalten, denn es strahlt so eine Farbenpracht aus, dass man sich daran schier nicht sattsehen konnte.
Ganz schwindelig konnte es einem auch fast werden, wenn man den Blick nach oben wandte, denn da schauten wir in riesige Spiegellabyrinthe, die alle Ebenen miteinander verschmelzen ließen und die Wahrnehmung der Optik mächtig durcheinander brachten:
Über gläserne Aufzüge fuhren wir hoch in die Ebenen 2 - 4, auf der sich jeweils große Galerien befinden (man stelle sich 3 quer versetzte und übereinanderliegende lange Quader vor) und genossen von den inneren Balkonen den unglaublichen Blick auf die aus Holz bestehende Dachkonstruktion des Museums:
Ganz oben angekommen konnte man auch einen Blick auf das gesamte z.Zt ja noch brachliegende Stadtentwicklungsgebiet werfen, das sich über eine Länge von ca. 4km am kleinen Kanal entlang erstreckt und zwischen der Innenstadt rechts und dem gut frequentierten Stadtpark links liegt:
Von den unzähligen Eindrücken bewegt & gesättigt machten wir uns nach fast 4 Stunden -die wie im Fluge vergingen- wieder auf den kurzen Rückweg zur Wohnung, aßen & tranken noch eine Kleinigkeit, packten einige Sachen um ins Auto -das ja vor Ort blieb- und stiegen dann wie geplant um 15h55 (und OHNE Streik um diese Uhrzeit ;-)) in den TGV nach Paris!
Reisetipp: Absolut sehenswert!

Sonntag, 24. Oktober 2010

Freitags-Füller #82 - NACHTRAG :-)


1. Neuerdings bin ich wieder großer Paris-Fan und werde KEINE 15-20 Jahre mehr verstreichen lassen, bis ich erneut dorthin fahre!

2. Mein Leben ist (im Moment) einfach bereichernd & schön!

3. Gerade jetzt höre ich den ewig wiederkehrenden Lieblingssong meiner Tochter durch 2 geschlossene Türen hindurch.

4. Avocadosalat mit Steak & Sauce Hollandaise finde ich besonders sättigend.

5. Die letzte Person, die ich umarmt habe war vorhin meine Süße.

6. Seinen Unterricht (für ab morgen) vorzubereiten wäre eigentlich sinnvoll... oder besser nicht ?

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die neue dänische Krimiserie mit Sofie Grabol (Kommissarin Lund) im ZDF um 22h, am Samstag haben wir ausgeschlafen, ausgepackt, gelesen, gegessen, Reise-Photos gesichtet/sortiert und am Freitag waren wir gerade erst aus PARIS zurück gekommen! (-> Bericht & Bilder folgen in den nächsten Tagen ;-))

Sonntag, 17. Oktober 2010

Protest!!!

Die SNCF streikt & an französischen Tankstellen gibt's keinen Sprit.... WAS SOLL DAS??? Ausgerechnet an dem WE, bzw. in DER Woche, in der wir für 3 Tage nach PARIS fahren wollen! Menno....:-(((
Jetzt wird hier erst mal vollgetankt und mit dem Auto nach METZ zu meiner Cousine gefahren und dann schau'n mer mal. Morgen früh wollen wir auf jeden Fall ins neue Centre Pompidou und wie gesagt dann nachmittags den TGV nach Paris nehmen.
Drückt die Daumen, dass es klappt... sonst gibt's auch keine schönen Photos! *hehe*

Au revoir et à bientôt, mes amis!

Freitag, 15. Oktober 2010

Freitags-Füller #81


1. Manche Leute in meinem Leben nerven mich zusehends, ich glaube es wird mal wieder Zeit für diverse "Rundumschläge" bzw. Neuanfänge!

2. Den Tod eines lieben Menschen hautnah mitzuerleben wäre sehr schwer, ganz besonders für mich, weil ich mich "heultechnisch" einfach nicht beherrschen kann.

3. Vorige Woche war ich noch etwas angeschlagen, jetzt geht's mir zunehmend besser.

4. Am liebsten blogge ich nachts, denn da kann ich in aller Ruhe sämtliche Posts des Tages lesen & darauf antworten und hab selbst die "besten" Gedanken.

5. "Tu étais toujours une petite fille très sage" (Du warst immer so ein braves Mädchen), das sagt(e) meine Mutter immer. ;-))))

6. Wenn ich wüsste, dass ich bald sterben müsste, dann würde ich mein ganzes Geld zusammen kratzen und mit meinen liebsten Menschen für die restliche Zeit in ein schönes Haus an meinen Herzensort in die Bretagne ans Meer fahren & das Leben nach französischem Savoir-Vivre genießen!

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf irgendeine rheinische Leckerei, morgen habe ich Weinabholen geplant und Sonntag werden wir erst mal nach Metz und dann weiter nach PARIS fahren!

Den Freitagsfüller gibt's immer bei Barbara, merci!

Irgendwo zwischen den Welten

Angeregt durch Maggies Post über ihre HEIMAT & den Bezug, den man dazu hat, ging mir jetzt in den letzten Stunden Vieles durch den Kopf.

Ich bin Halbschwäbin-Halbfranzösin! (Eine durchaus interessante Mischung. *lach*)

Mein Vater ist Schwabe, stammt aus Balingen (Württemberg), meine Mutter ist Französin, stammt aus Lomme bei Lille (Nordfrankreich). Geboren bin ich in München (ein echtes "Münchner Kindl" also :-D), seit meinem 2. Lebensjahr aufgewachsen im Rheinland (in Rhöndorf/Bad Honnef am Fuße des Siebengebirges, wo auch Altkanzler Adenauer sein Domizil hatte) und nun seit 27 Jahren in der Pfalz (erst in der Südpfalz in Landau zum Studium, seit 1989 in Neustadt) wohnhaft.

Und doch fühle ich mich irgendwie noch nach viel mehr Einflüssen und Daheims.... keine Ahnung, woher das kommt. Der Begriff "Heimat" ist mir jedoch irgendwie fremd, da schwingt für mich so was Altbackenes, was "Deutschtümelig-Negatives" mit... (ich kann's jetzt irgendwie nicht anders sagen!).

(Bei Wikipedia fand ich dazu folgendes: "Das deutsche Wort Heimat verweist auf eine Beziehung zwischen Menschen und Raum. Allerdings ist die geographisch-historische Eingrenzung der Bezugsräume keine feststehende, sondern situationsbedingt verschiebbar. Heimat kann eine Gegend oder Landschaft meinen, aber auch sich auf Dorf, Stadt, Land, Nation, Vaterland, Sprache oder Religion beziehen. Heimat bezeichnet somit keinen konkreten Ort (Heimstätte), sondern Identifikation. Es ist die Gesamtheit der Lebensumstände, in denen ein Mensch aufwächst. Auf sie wird seine Psyche geprägt, ihnen "ist er gewachsen". Als Gegenüber der Fremde wird Heimat im utopischen Sinne auch als der erst noch herzustellende Ort in einer Welt jenseits der Entfremdung verstanden, dies gilt insbesondere für Erfahrungen des Exils.")

Ich wüsste aber auch keinen anderen deutschen Begriff, der das ausdrücken könnte, was ich empfinde.


Wenn ich von hier aus ins Rheinland fahre, dann bei Sinzig am Rhein "op de schäl Sick" mit der Fähre nach Linz übersetze und in Unkel bereits den Drachenfels des Siebengebirges erblicke, dann fühle ich mich angekommen.
Genauso ergeht es mir aber, wenn ich hierher zurückkomme und die ersten Ausläufer des Pfälzer Waldes sehe.
Und ich empfinde ebenso, wenn ich auf der A81 nach Böblingen durch den Schönbuch-Tunnel fahre und bereits die Balinger Berge im Hintergrund sehe (da lebte meine Großmama bis zu ihrem Tod 2003) oder aber auch, wenn ich ins Loiretal komme (da, wo meine Eltern jetzt die meiste Zeit leben und zuvor meine inzwischen verstorbenen französischen Großeltern seit ca. 1971) durch die Weinberge fahre, die ersten Häuser des kleinen Dorfes sehe.... *seufz*
All das ist für mich Erinnerung & Empfindung pur.... ce sont "mes pays"!

Ich empfinde keinen "Ursprung", der den Begriff "Heimat" -abgesehen davon, dass ich ihn für mich nicht so mag- irgendwie rechtfertigen könnte.


Bikulturelle Wanderin zwischen den Welten....
(Nun aber genug der nächtlichen Philosphie!;-))

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Countdown

=> Nur noch 4 Tage und dann wir fahren nach PARIS!!!<=
Dahin, wo ich während meiner Kindheit und Jugend quasi sämtliche freien Tage & auch viele Wochen meiner Schulferien bei meinem Onkel, meiner Tante, meinen 2 Cousinen und 2 Cousins verbracht habe.
Dahin, wo ich das letzte Mal vor 13 Jahren war, um meinen sterbenden Großvater im Krankenhaus zu besuchen.

Dahin, wo ich mit 11 Jahren das erste Mal auf den Eifelturm rauf und wieder runterGELAUFEN bin.

Dahin, wo ich mit meiner damals besten Freundin mit 16 meinen ersten ALLEINE-Urlaub verbracht habe.

Dahin, wo ich im Alter von 20 Jahren mit meinem ersten Freund unvergessliche Tage erlebt habe.

Dahin, wo ich mit dem Chéri jetzt die vertraute Stadt wieder "neu" entdecken möchte.


Die Vergangenheit kann man nicht wieder herauf beschwören und Vieles, was man vor so langer Zeit erlebt hat, ist im Rückblick geschönt und war vielleicht gar nicht so "schön".

ABER es sind sehr plastische Erinnerungen, die haften geblieben sind....

Gerüche der Großstadt, die sich über das implizite, präsemantische Gedächtnis (Bezug von Ort/Zustand & Geruch über das "innere visuelle System") für immer im Hippocampus eingebrannt haben und nun wieder hervorgerufen werden können....

Gefühle, die -wie ich jetzt merke- reaktiviert werden....


PARIS, mon amour, j'arrive!

Montag, 11. Oktober 2010

Mini-Tour de Weinberg

Angefangen hatte der Samstag eher grau-trüb und gar nicht schön *grummel*, ABER in der Zeitung stand ja, dass es schön werden sollte ... also hofften wird und siehe da, gegen 10h30 lichtete sich die Wolkendecke und das Herbst-BLAU des Himmels erschien ebenso schön wie das Herbst-GELB der Sonne! TOLL!
Zunächst war aber nach einem schönen Spätstück erstmal 2-3 Stunden GARTENARBEIT angesagt und da wir zu zweit reingeklotzt haben -der Chéri ist echt ein Meister im Wegschneiden von hartnäckigen Unkrautranken in Büschen & Sträuchern und ich kann wunderbar Rasenmähen-, ging das ganz gut und wir waren dann tatsächlich so rechtzeitig FERTIG, dass wir den geplanten Ausflug ohne allzu große Verzögerung antreten konnten.

Unser Weg führte über die alte Weinstraße gen Süden entlang zunächst nach Maikammer zum Weingut Dengler-Seyler. Dort durften bzw. haben wir ein paar flüssige Leckereien verkostet (nur gaaaanz wenig für mich, denn wir waren ja mit dem Auto unterwegs ;-)) und sind dann weiter in Richtung Edenkoben gefahren, um dem winzereigenen "Sonnentempel" auf dem Heidenstock mal auf den Grund zu gehen.
Nachdem wir das Auto an einer breiteren Stelle des zuführenden Wirtschaftsweges abgestellt hatten, näherten
wir uns langsam -erst über einen asphaltierten, dann begrasten Feldweg- dem Schmuckstück:

Unterwegs genossen wir die grandiose Aussicht über das Rebenmeer bis hinter den Duttweilerer Wasserturm und sogar über die andere Seite des Rheins hinweg -ganz am Horizont kann man als graublaues Band die Bergstraße erkennen- ... das ist echt 'ne 60-km-Sicht, die man nicht alle Tage hat!
Wir kamen vorbei an wunderschönen...... und natürlich auch an prall gefüllten Rieslingtrauben...
...bis ER dann auftauchte, der wunderschöne, kleine SONNENTEMPEL!
Längere Zeit hielten wir uns dort oben auf, bis es uns weiterdrängte. Denn sobald die Sonne hinter der Haardt (so bezeichnet man den Rand des Pfälzer Waldes) verschwunden wäre, würde es schlagartig kühl werden und wir wollten ja noch ein paar schöne Photos im warmen Sonnenschein machen!
Schön gewachsene Pappeln...
... und prächtig-bunte Herbststräucher säumten unseren Weg...... ebenso wie dicke grün-gelbe ... und saftig-rotedie jedoch allesamt viel zu hoch hingen, als dass man sich hätte ein paar pflücken können. Schade! Zuletzt ging es vorbei an köstlichen Dornfelder-Trauben... ..., die schon fast künstlich aussahen mit ihrem dunkelrot-gefärbten Laub, das im Licht der untergehenden Sonne großartig leuchtete.Tja, und dann war's auch schon vorbei mit dem Weinberg-Ausflug.
Au revoir, petit Temple du Soleil... tu nous a fait le plaisir d'un merveilleux après-midi!

Unnötig zu erwähnen, dass wir anschließend durchgefroren und ausgehungert noch beim Wein- & Sektgut Anselmann in Edesheim auf der Brunnenterrasse zünftig eingekehrt sind und uns Winzersteak, Weißherbstschorle & co. haben schmecken lassen... ;-)

Samstag, 9. Oktober 2010

Tag 6 - Ein Buch, das du nur einmal lesen kannst

=> Neues aus der Stöckchen-Serie JEDEN TAG EIN BUCH <=

Ein Buch, das ich nur EINMAL lesen kann wäre oder ist für mich ein Buch,.... :
a) das ich nicht sonderlich interessant/spannend finde ODER
b) das mich -aus welchen Gründen auch immer- viel zu sehr mitgenommen hat ODER

c) das mir überhaupt nicht gefallen hat und ich es deswegen auch gleich wieder verkaufen/weggeben möchte
.

Es gab und gibt in der Tat immer wieder so Bücher, die ich (oder man) nur einmal lesen kann. Eigentlich recht Viele sogar, wie ich in der letzten Zeit feststelle, da ich ja immer noch am ausmisten & sortieren bin ;-)) (ups... das war jetzt wieder der rheinische Infinitiv! *lach* EGAL!)
MannMannMann, was sich da über die ganzen Jahre hinweg angesammelt hat... puh... und dabei habe ich schon immer nach und nach verschenkt, weggegeben, verkauft... nur weggeworfen habe ich ein Buch NIE!
Das bringe ich irgendwie nicht fertig.... angeboren, genetisch verankert, anerzogen, so vorgelebt bekommen? Was weiß ich.... jedenfalls ist das für mich ein absolutes No-Go!!!


Also, um es mal auf den Punkt zu bringen und die gestellte Aufgabe zu erfüllen und nicht nur drumherum zu quatschen, ein Buch, das ich nur EINMAL lesen kann und gelesen habe und bestimmt nie mehr lesen werde, ist:
"Hundert Jahre Einsamkeit" von Gabriel García Márquez!
Was hat mich das Buch damals Nerven gekostet, als ich es las. Und ich verbinde damit ganz grundsätzlich schlechte Erinnerungen. Das war im Dezember 1988 (da war ich knackige 25 *fg*) in Norden an der Nordsee, während eines "Sylvesteraufenthaltes" in einer kleinen Pension mit meinem damaligen Freund. Das Wetter war durchweg scheußlich -d.h. es regnete die ganze Zeit in Strömen-, es war kalt, die Nordsee -la "mer" du nord!- war für mich überhaupt KEIN MEER, sondern nur 'ne braune, flaue Brühe hinterm Deich (ich, die ich immer von klein auf die weite, wunderbare französische Atlantikküste mit Brandung gewöhnt war), das Zimmer war klein, die Stimmung war mies und das Essen war schlecht..... tja, und dann war da eben noch dieses besagte Buch, das ER mir auch noch geschenkt hatte und das ich Leseratte doch jetzt bitte mal gefälligst zu lesen hätte!
Boahhhhh..... ich sag dir, das war echt gar nicht gut, was da in der Zeit abging. Hm.

Ich weiß noch zuuuu gut, dass ich mich da echt bis zum Schluss durchgekämpft habe, mit den unzähligen ähnlichen Namen und 100en von Generationsverschachtelungen gerungen habe, dass ich es einerseits TOTAL nervig und auch irgendwie öde fand und andererseits aber immer darauf gewartet habe, dass etwas "passiert" in der Geschichte, d.h. es war wie ein Lesesog, dem ich mich nicht entziehen konnte und der mich am Ende des Buches aber total erschöpft und gleichzeitig so dermaßen enttäuscht zurückließ, wie ich es nie zuvor -und seitdem auch nie mehr wieder- beim Lesen eines Buches erlebt habe.
Désolée, Gabriel .... une fois, mais plus jamais!

Freitag, 8. Oktober 2010

Freitags-Füller #80


1. Wenn ich morgen im Lotto gewinnen würde -kommt drauf an WIEVIEL natürlich- würde ich möglicherweise meinen Job kündigen und was anderes machen!

2. Ein hervorragendes Essen mit gutem Wein in einer schnuckeligen kleinen Auberge in Frankreich ist das Beste an kalten Herbstabenden .

3. Im Kino würde ich gerne mal wieder viiiieeeele gute Filme sehen, war jetzt schon so lang nicht mehr.

4. Ich müsste eigentlich den oberen Flur & die Schränke auf- bzw.einräumen, aber ich habe keine Lust dazu .

5. Zum Wachwerden genügt ein Schreck wie vorhin, als ich merkte, dass ich "verschlafen" habe.

6. Manchmal ist es einfach des Guten zuviel.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den Chéri, der zu Besuch kommt, morgen haben wir einen Ausflug zu einem Weingut & einen schönen Spaziergang durch die Weinberge geplant und Sonntag möchte ich mich schon mal gedanklich auf die Herbstferien einstimmen!

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Flotter Dreier

Schon mal Schnecken beim Liebesspiel beobachtet? ;-)
Da geht ganz schön die Post ab bei den Zwittern!
Die 3 hätten eigentlich schon längst verkapselt sein müssen, aber irgendwie haben sie's aufgrund der schönen Herbstwärme nochmal getrieben....
Schön, vor dem langen, bevorstehenden Winterschlaf!

Fragen über Fragen

Gefunden in den Weiten des WWW. ;-)))
Nee, Quatsch, gesehen hab ich dieses Stöckchen bei Summer und fand es sehr nett. Und da mir Blogger-Stöckchen generell ganz gut gefallen, hab ich's auch mal aufgehoben und werfe es weiter und in den Raum an den/zu dem, der's auffangen mag!


Wie alt wirst du in drei Monaten sein?

ups... gerade NOCH 47 ;-)

Denkst Du, Du wirst bis dahin verheiratet sein?

Hm, nee, es sei denn er würde mich fragen -was aber bestimmt nicht vorkommt- und wenn, würde ich dann JA sagen? *grübel*


Was ist zurzeit dein Klingelton?

keine Ahnung wie der heißt, irgend so 'ne Melodie halt


In wie vielen Städten hast du bisher gelebt?

in vier

Bevorzugst Du in Schuhen herumzulaufen, auf Socken oder Barfuß?

Sehr gerne barfuß und/oder in Socken

Was ist deine Lieblingseiscreme?
Mocca


Hast du eine bestimmte Art und Weise, wie du im Bett schläfst?

Auf dem Bauch mit einem angewinkelten Bein

Bist du eine laute Person?

Ja, durchaus ;-)

Wie alt bist du?

Hapsch doch schon gesagt...

Kannst du Poker?
Nee. (Wozu braucht man das im Leben?)

Schon mal jemanden geküsst, deren oder dessen Name mit “D” anfängt?

Boahhhh.... weiß nimmer.... da müsst ich glatt mal in meinen alten "Listen" schauen! *pruuuust*


Würdest du deine Nase piercen lassen?

Jamais!


Bist du neugierig?

Durchaus, aber nicht im negativen "Tratsch-Sinn".


Kennst du eine, die schwanger ist?

Kennen wäre zuviel gesagt.


Letzter Film, den du gesehen hast?

Julie & Julia (gestern auf DVD.... einfach nur schööööööön!)


Ist es in der Regel einfach für andere, dich zum Lachen zu bringen?

Absolut!

Wer hat zuletzt für dich gekocht?

Meine Tochter gestern Abend ;-)

Wer hat dich zuletzt angerufen?

Auch die Tochter (vorhin aus der Stadt)


Liest du den Sportteil der Zeitung?

manchmal


Hast du eine gute Beziehung zu deinem Bruder/Schwester?

Richtig GUT ist/wäre für mich anders!

Was für Bilder hängen in deinem Zimmer?

Drucke, Aquarelle, Gemälde, Kalender und Fotos


Wie siehst du aus: wie Mama oder Papa?

Mehr wie meine Mama
.

Wenn du für den Rest deines Lebens nur noch ein einziges Getränk

zu dir nehmen dürftest, welches wäre das?
WASSER (das ist ohnehin mein Lieblingsgetränk)


Was liegt rechts neben dir?

Rechnungen und'n Stapel Bücher, die darauf warten verkauft zu werden ;-)


Schon mal irgendwo ins Wasser gefallen?

Gefallen nicht, aber mit 7 Jahren vom Schwimmlehrer geschubst worden! (Ab da war's dann AUS mit dem "Schwimmenlernenwollen", nachdem ich fast abgesoffen bin.... inzwischen kann ich aber schwimmen, obwohl's nicht unbedingt soooo mein Element ist)

Neues auf der BÜCHERseite (1)

HIER (klick) gibt's Neues (& Älteres) zu entdecken, das dich/euch vielleicht interessieren könnte! Bei Interesse bitte Nachricht per PN unter => JAZZYwoman@gmx.de

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Wolkensurfer

Angeregt durch dieses Photo auf Moppels Blog hab ich mal in meinen alten "Wolkenbilder-Archiven" gesucht und siehe da, mein absoluter Liebling war noch an Ort & Stelle:


Dieser Zufallstreffer gelang mir Anfang April 2001 in der Bretagne (Bucht von St. Malo-Paramé) und ich habe es erst gar nicht richtig gecheckt. Fand einfach nur den Himmel ganz phantastisch und knipste drauf los (zu der Zeit ja noch mit Film ;-)). Erst nach dem Entwickeln sah ich dann in der ganzen Serie der Ferienbilder DIESEN EINEN TREFFER, der alles bisher da Gewesene an Wolkenbildern -im übrigen bis heute- in den Schatten stellte!

Montag, 4. Oktober 2010

Contrebasse adieu...

Es zerreißt mir fast das Herz und ich bin sooo traurig, denn gerade ertönt ZUM LETZTEN MAL der volltönende Klang des wunderschönen Kontrabass' durch unser Häuschen!

Ja, meine Tochter gibt -trotz vieler Gespräche, Diskussionen und Überredungsversuchen- dieses Instrument, das sie seit ihrem 10. Lebensjahr spielte (Neubeginn ab Gymnasium -> Start in einer Streicherklasse), nun leider komplett auf.
Dass sie nun doch nicht Musik studieren will (was eigentlich in den letzten 2 Jahren zunehmend ihr Wunsch war), weil sie sonst für die Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule die nächsten 1-2 Jahre fast jede freie Minute zum Üben verwenden müsste, kann ich ja noch halbwegs nachvollziehen, denn die Prüfungen sind echt anspruchsvoll UND man braucht ja auch noch ein Zweitinstrument (was in dem Fall Klavier gewesen wäre, was sie zwar für den Hausgebrauch & zum Spaß spielt, aber darin nie Unterricht hatte), in dem man geprüft wird. Nun denn.
ABER: Ich hatte wirklich gehofft, dass sie noch wenigstens bis zum Abitur (März 2012) weiter ihren Bass spielen würde, zumal sie im Musik-Leistungskurs ist und obendrein im Schulorchester mitspielt. Aber nein, das Instrument daheim bräuchte sie nicht mehr und Unterricht auch nicht und üben könne sie ja auch in der Orchesterprobe (klar, weil Proben und Üben dasgleiche
ist... *grrrr*)
Fazit: Nachher kommt der Geigenbaumeister und holt den Bass ab. ENDE!

Mir fällt dazu einfach nichts mehr ein... :-(


I am a Daffodil!

Gerade habe ich hier einen Blumenquiz gemacht und heraus kam folgendes:

You Are a Daffodil

You have a sunny disposition and are normally one of the first to show up for the party. You don't need too much attention from the host once you get there as you are more than capable of making yourself seen and heard.

Ich finde das passt!
Und was bist du? ;-)




I am a
Daffodil


What Flower
Are You?


Was ist schon "normal"?


Kinder mit Behinderungen sind nicht krank.Sie suchen keine Therapie, sondern Akzeptanz.Diese Woche ist der "Special Education" (=Behindertenpädagogik) gewidmet.
93% der Menschen werden diesen kleinen Text hier samt Bild nicht kopieren.Vielleicht gehört ihr aber den 7% an, die ihn kopieren und mindestens 1 Stunde im Blog stehen lassen? Das wäre schön!
Helft mit, die % zu erhöhen.



Meine Gedanken zu dem Thema:

Integrative Förderung ist ein Schlagwort der Bildungspolitik, das je nach politischem Bedarf und Gebrauch immer wieder gerne und vor allem in Krisenzeiten aufs Tapet gebracht wird. Und machmal nervt mich das schon ganz schön, was dann da gelabert und palavert wird, OHNE, dass auch nur ein Iota in Folge konkret geschieht und an "hehren Ideen" umgesetzt wird!


Worum geht es dabei genau?

Es geht um Integration und Förderung von Kindern mit einer körperlichen und/oder geistigen Behinderung, ABER auch um Kinder, die nur schwach begabt, lernbehindert (wie z.B.Lese-Rechtschreibschwäche, Legasthenie, Dyskalkulie etc.) oder auch besonders begabt (IQ ab ~ 115) und hochbegabt (IQ ab 130) sind.

ALLE Formen des menschlichen Dasein, die von der durchschnittlichen Norm in die eine oder andere Richtung abweichen, bedürfen der besonderen Aufmerksamkeit UND auch Zuwendung!
Und wo könnte oder sollte dieses außerhalb der Familie noch in besonderem Maße geschehen, wenn nicht in der Schule?
Ich gebe zu: Es gibt bei den körperlichen und geistigen Behinderungen bestimmte Formen, die einer ganz besonderen Betreuung & Fürsorge bedürfen, die in "Regelschulen" nicht geleistet und geboten werden kann. Für solche Kinder gibt es dann spezielle Förderschulen.

Ansonsten vertrete ich durchaus die Meinung, dass z.B. Kinder mit Down-Syndrom oder auch einem Asperger-Syndrom -zumindest im Kindergarten & in der Grundschule- gemäß ihren Fähigkeiten (und mit Hilfe & Unterstützung von IntegrationshelferInnen!) an Regelschulen integriert und "beschult" werden können.

Ich hatte im Laufe meines bisherigen 21-jährigen Lehrerinnendaseins bereits mehrere Male Kinder in meinen Klassen, die besonderer und teils auch intensiver intergrativer Förderung bedurft haben wie z.B. 2 autistische Kinder mit Asperger-Syndrom, 2 Kinder mit Down-Syndrom, 4 besonders begabte und 3 hochbegabte Kinder.
Aktuell habe ich einen 9-jährigen, autistischen Jungen mit Asperger-Syndrom in einer meiner Musikklassen und im Ethikunterricht und er ist eine wahre Bereicherung!!!

Diesen schönen Song widme ich dem süßen L., meinem Down-Syndrom Jungen, den ich fast 2 Jahre lang in der Klasse hatte, der immer für eine Überraschung gut war und mit dem wir viel Spaß hatten (vor allem, wenn er mich "alte Oma" und ich ihn daraufhin "alter Opa" nannte! ;-))



Freitag, 1. Oktober 2010

Freitags-Füller #79


1. Heute ist bis jetzt ein besch**** Tag, denn die Stadtwerke suchten sich -ohne Vorankündigung- den Freitag heraus, um vor dem Haus ein riesiges Loch zu graben, das über's WE dann natürlich auch OFFEN bleibt, da der Chef seit 11h Feierabend hat! *grrrrr*

2. Dass das Wetter am WE schön & sonnig würde, war offensichtlich .

3. Ich will meine RUHE und keinen Baulärm mehr, und das sofort !

4. Gestern standen wir hier echt im Regen .

5. Ich muss ständig an E., unseren verstorbenen Freund, denken.

6. Wie sich langjährige KollegInnen aufgrund meiner längeren Erkrankung mir gegenüber nun verhalten, finde ich extrem komisch .

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein gutes Essen und einen entspannten Abend bei meinen Eltern, die ja gerade in Deutschland sind, morgen haben wir gemeinames Ausmisten & Aufräumen geplant und Sonntag werde ich abends hoffentlich wohlbehalten und ohne Stau hier wieder ankommen!