Montag, 4. Oktober 2010

Contrebasse adieu...

Es zerreißt mir fast das Herz und ich bin sooo traurig, denn gerade ertönt ZUM LETZTEN MAL der volltönende Klang des wunderschönen Kontrabass' durch unser Häuschen!

Ja, meine Tochter gibt -trotz vieler Gespräche, Diskussionen und Überredungsversuchen- dieses Instrument, das sie seit ihrem 10. Lebensjahr spielte (Neubeginn ab Gymnasium -> Start in einer Streicherklasse), nun leider komplett auf.
Dass sie nun doch nicht Musik studieren will (was eigentlich in den letzten 2 Jahren zunehmend ihr Wunsch war), weil sie sonst für die Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule die nächsten 1-2 Jahre fast jede freie Minute zum Üben verwenden müsste, kann ich ja noch halbwegs nachvollziehen, denn die Prüfungen sind echt anspruchsvoll UND man braucht ja auch noch ein Zweitinstrument (was in dem Fall Klavier gewesen wäre, was sie zwar für den Hausgebrauch & zum Spaß spielt, aber darin nie Unterricht hatte), in dem man geprüft wird. Nun denn.
ABER: Ich hatte wirklich gehofft, dass sie noch wenigstens bis zum Abitur (März 2012) weiter ihren Bass spielen würde, zumal sie im Musik-Leistungskurs ist und obendrein im Schulorchester mitspielt. Aber nein, das Instrument daheim bräuchte sie nicht mehr und Unterricht auch nicht und üben könne sie ja auch in der Orchesterprobe (klar, weil Proben und Üben dasgleiche
ist... *grrrr*)
Fazit: Nachher kommt der Geigenbaumeister und holt den Bass ab. ENDE!

Mir fällt dazu einfach nichts mehr ein... :-(


6 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Das finde ich aber richtig, richtig, richtig, richtig schade. Mensch. Blöd!

Anonym hat gesagt…

Oh Mann, das tut bestimmt weh, ich kann es vollkommen nachvollziehen. Vor allem nach so langer Zeit.

Unsere Kinder haben einfach ihren eigenen Kopf, ihr eigenes Leben und andere Vorstellungen davon.

Cloudy hat gesagt…

Man kann, darf, sollte es nicht erzwingen, die Wege sind nun mal sehr verzweigt...

Servus und so long
Kvelli

dicke, alte Frau hat gesagt…

Oh, ich kenne das, Cannelle hat ihre Querflöte an den Nagel gehängt. Ihre Mama und ich fanden das sooooo schade, aber wenn's Kindi nicht mehr mag, kann man's ja nicht erzwingen. Hauptsache 's ist glücklich.
Ganz liebe Grüße, die Christiane

Elisabeth J.-S. hat gesagt…

Da schau ich das erste Mal in Dein Blog...und fühl mich gleich ein paar Jahre zurückversetzt. Sie war sogar auf einem musischen Gymnasium, die Lisa. Aber es war nichts zu machen. Bei ihr war es das Klavier als Hauptfach...
Sie ist jetzt 24, und durch Dein Post hab ich drüber nachgedacht. Nein, sie spielt fast nichts mehr. Sie hat auch noch Akkordeon gelernt und geliebt...
Ich finde es noch immer schade, und hoffe sehr, dass das Grundwissen bleibt....und dass irgendwann die Lust und das Schöne am selbst musizieren in ihr Leben zurückkehren.
Viele Grüße
Elisabeth

tonari hat gesagt…

Töchterlein hatte auch LK Mu (% Ma), Klavier im Zimmer und bis zum Abi Pianistin des gymnasialen Schulchores. Nach ihrem Austauschjahr wollte sie auch keinen Unterricht mehr und hat sich viel alleine erschlossen. Vielleicht hat man ja dann die Kompetenz!?
Nach dem Abi und jetzt als Studentin (Maschinenbau!) verdient sie sich einige Euronen als bezahlte Pianistin eines Realschulchores dazu. Das macht ihr unglaublich viel Spaß.
Will sagen, die Liebe zur Musik bleibt, auch wenn es (vernünftigerweise) nicht das Studienfach wird.
Die Grundlage ist gelegt. Sei nicht traurig. Ich ahne, sie holt es bald wieder, das Instrument.