Donnerstag, 18. November 2010

BUCH-GeschenkTIPP 2

 Please keep gate closed - Auf der Suche nach dem irischen Herzschlag (Astrid Behrendt)
Wenn ihr jemandem etwas ganz besonders SCHÖNES "antun" wollt und die-/derjenige möglicherweise auch noch IrlandFAN ist, dann verschenkt dieses Buch... oder gönnt es euch selbst!

Denn spätestens nach den ersten beeindruckend schönen s/w-Bildern und einigen äußerst authentischen Geschichten über das Land, seine Menschen, seine Regionen & Besonderheiten seid ihr dem Zauber der Insel hoffnungslos verfallen! (Und ich weiß, wovon ich rede, wenn ich das schreibe, denn mein Bruder hat selbst bereits 3 x längere Zeit in Irland gelebt und ich habe ihn natürlich auch mehrmals besucht... ganz im Westen des Landes im County Mayo auf der Insel "Achill Island", direkt an der rauhen Atlantikküste... genau an dem Ort, an dem auch Heinrich Böll sein Irisches Tagebuch schrieb & der Titel des Buches "Please keep gate closed" als Aufforderung alle naselang zu lesen ist, wenn man über's Land fährt!)

Es geht in diesem Buch jedoch nicht um "Werbung" für Touristenattraktionen oder gar um Orte, wo man besonders gut Party machen kann, es ist auch kein "typischer" Reiseführer...  nein, es geht darin vielmehr um Ansichten & Beschreibungen von Orten, die man oftmals vergeblich sucht, aber doch so herbeisehnt, wenn man an Irland denkt und durch's Land fährt: Das etwas verwunschene, mystische Irland, Orte, an denen Legenden & Sagen entstanden sind und auch heute (im Geiste) noch entstehen, Orte, an denen "echte" Menschen leben & wirken, Orte, die einfach so sind wie sie sind... ohne wenn & aber!

Humorvoll und auch spannend geschrieben sind die Geschichten in dem Buch und wer bereits Irland bereist hat und Kontakt zu den Außerirdi... äh, Einheimischen hatte, wird wissen, was ich meine & was die Verlagsgründerin, Autorin & Photographin Astrid Behrend wunderbar rüberbringt! 
Skurrile Typen und Menschen besonderer Art gibt's wohl überall auf der Welt und wenn ich auch bisher noch nicht an sooo vielen Orten war, so sind doch die Iren ein ganz "spezieller" Menschenschlag: liebenswert, schrullig, stolz, versoffenschlossen, herzlich, eigenbrötlerisch und überaus emotional.

Fazit: Ein Buch zum Träumen, herzhaft Lachen, Staunen, Bewundern, Sehnen und dem untrügbaren Süchtig-Mach-Faktor, der bewirkt, dass man eigentlich sofort & auf der Stelle die Koffer packen, einen Flug bei Aerlingus buchen und für mindestens 3 Wochen abtauchen möchte in diesem herrlichen IRLAND!


Hier noch ein paar wenige Eindrücke, eine Auswahl persönlicher Ansichten für euch von unserer letzten Reise nach Irland (-> Achill Island) 2008...
Dougort Silver Strand (Achill Island) mit der höchsten Erhebung, dem Slievemore - Blick aus dem Garten!
"Kitsch-as-Kisch-can", aber REAL! Blick aus dem Küchenfenster!!!

Cloghmore, Achill Sound
Gestochener Torf zum Trocknen & späteren Verfeuern
Keine  Seltenheit: Schafgerippe auf grüner Wiese inmitten von Kötteln
Typische Häuser/Läden in Westport (-> Tagesausflug)
Keem Bay auf Achill Island - glasklares Wasser - einfach nur herrlich!
Schafe haben auf Achill Steinbockqualitäten


Und hier noch zum Amüsieren ein "Schmankerl" zum Abschluss...
Fast 1 km mussten wir hinter diesem Traktor samt Anhänger herfahren, da es auf der engen Straße unmöglich war ihn zu überholen! Der Bauer hat einfach nicht gemerkt, dass seine Hinterradachse defekt war und die Räder drohten ihn zu überholen... Auf Hupen hat er nicht reagiert und den Leuten im Dorf, die ihm aufgeregt Zeichen machten, weil sie ihn auf dieses Malheur aufmerksam machen wollten, hat er freundlich zugewunken... WIR haben uns jedenfalls kaputt gelacht und es ist zum Glück nichts passiert!. ;-)))
 In Irland können Bauern kilometerweit fahren... selbst mit einem solchen Radstand!

Dienstag, 16. November 2010

BUCH-GeschenkTIPP 1

Hier möchte ich euch in den kommenden Tagen & Wochen einige Bücher vorstellen, die mir im Laufe meines Leselebens besonders gut gefallen haben und von denen ich denke, dass sie für euch ebenfalls von Interesse sein könnten ODER ihr daraus sogar noch den ein oder anderen Advents-/Weihnachts-Verschenk-Tipp als Anregung mitnehmt.
VIEL SPAß DABEI!

Das Kochbuch des Kannibalen - Ein kulinarischer Thriller 
(von Carlos Balmaceda)
Dieses TB (201 Seiten, Piper Verlag) ließ mich vor fast zwei Jahren um diese Zeit nicht mehr los und ein irgendwie seltsames Gefühl blieb am Schluss übrig... eine Mischung aus Geschichtszuwachs, Erkenntnisgewinnung, Neue-Rezepte-ausprobieren-wollen, aber auch in gewisser Weise "ekelhafte Faszination", im Sinne von: Wie-kann-man-nur-so-nüchtern-etwas-so-Grausames-beschreiben!

Nicht, dass das jetzt hier falsch verstanden wird: dieses Buch ist KEINE blutige Splatterstory, nein, es ist viel subtiler und aufgrund der besonderen Erzählweise vielleicht umso "gruseliger". Man weiß, dass das im Titel stehende Wort irgendwann am Ende des Buches durchbricht und das erhöht in gewisser Weise den Reiz bis zum bitteren Ende weiter zu lesen. Nun aber genug der Worte, ich füge euch hier mal meine damals auch beim A*MAZON veröffentlichte Rezension bei:
Wenn man das 1. Kapitel -quasi den Prolog- mit wachsender Atemlosigkeit, Faszination, aber auch ein wenig Grusel "überstanden" hat, dann fragt man sich, ob diese bereits auf 2,5 Seiten aufgebaute Spannung nun das ganze Buch über so aufrecht erhalten werden kann.
Ich sage SIE KANN, allerdings auf völlig andere Art als möglicherweise erwartet! Balmaceda spannt gekonnt und mit wunderbarer Sprache (Kompliment an dieser Stelle auch an die Übersetzerin) einen fast 100-jährigen "argentinischen Reigen", durchstreift die diversen kleinen Familiengeschichten mit immer wiederkehrenden Rückblenden (hilfreich ist dabei der Stammbaum der Familien am Ende des Buches!).
Das legendäre Koch-, besser gesagt "Handbuch der Südatlantischen Küche", ist dabei quasi der rote Faden, der die wechselhafte Historie durchzieht, immer wieder in Erscheinung tritt, raffnierte, kulinarische Verfeinerungen erfährt bis hin zum finalen, aber erwarteten Entsetzen.
Kaltblütig und abgeklärt handelt der erst 18-jährige Meisterkoch César Lombroso, letzter Spross der Familie, mit dem auch der Prolog beginnt. Man fühlt sich in der Tat ein wenig an Süskinds "Das Parfüm" erinnert und doch ist Sprache eine ganz andere, vor allem ein anderer SINN wird angesprochen.
Bei der im Text verwobenen Beschreibung der Rezepte, Speisen und Gewürze läuft einem das Wasser im Munde zusammen und man möchte eigentlich gleich loslaufen um besagte Ingredienzen zu kaufen und sich selbst an den Herd zu stellen, einfach großartig-phantastisch und auch stilistisch gekonnt umgesetzt.
Fazit: Ein für mein Empfinden durch und durch empfehlenswertes Buch für all' diejenigen, die gerne gut kochen und obendrein spannende Geschichten lieben!

Hat hier eine/r von euch dieses Buch ebenfalls schon gelesen?
Wenn ja, dann würde mich eure Meinung interessieren, wenn nein, dann RAN.... traut euch, es lohnt sich!

Montag, 15. November 2010

Einfach nur 7 SECONDS

Sicher kennen die meisten von euch das wunderbare Lied "7 Seconds" von Youssou N'Dour & Neneh Cherry aus dem Jahre 1994, das sie u.a. auch auf dem "Africa Live - Roll Back Malaria - Konzert" am Genfer See im Jahre 2005 gesungen haben. (s.Video)
Dem voraus (oder danach?) ging das größte bis dato jemals stattgefundene Benefizkonzert in Afrika in Dakar (Senegal), zu dem Organisator Youssou N'Dour eingeladen hatte und es mit dem moderaten Eintrittspreis von lediglich umgerechnet ~ 1,50 € über 50.000 AfrikanerInnen ermöglichte, das gemeinsame Konzert ihrer "Idole" -den besten MusikerInnen Afrikas- uneingeschränkt zu genießen!

Nun hat sich Thomas D. von den Fanta4 dieses tollen Songs angenommen und einen -wie ich finde- großartigen RAP daraus gemacht! -> Thomas D. & "Million Voices"
Ein wenig "befremdlich" fand ich die Aktion ja anfangs schon -zumindest fand ich es seltsam den Trailer dazu in den letzten Wochen fast täglich im Fernsehn zu sehen-, weil sie in Zusammenarbeit mit der Deutschen Tele*kom entstand, wie ihr HIER nachlesen könnt.
ABER es hat sich gelohnt & ein tolles Projekt mit vielen, interessanten, lustigen "Flash-Clips" (ich nenn das jetzt mal so ;-)) ist erfolgreich beendet und seit heute ONLINE!

Echt unverschämt...

WAS in Gottes/Buddhas/Allahs/Shivas-oder-was-weiß-ich-noch-für-Namen denken die sich da oben eigentlich so mit den Gefühlen & Stimmungen der Menschen zu spielen? HÄ??? 
RAUS MIT DER SPRACHE!!!
Gestern noch SONNE satt, 20°C und ein herrlich mildes Lüftchen und heute DAS: grau, trübverregnet (besser gesagt "verschüttet"!), frisch..... das ist glatt mal ein Temperatursturz von 12°C.

Ich find das echt nicht gut. 
Aber so was von überhaupt nicht! 

Oder würde euch diese Ansicht
 von heute 14 Uhr SO gefallen,                                           wenn es doch SO sein könnte?

Sonntag, 14. November 2010

Einfach nur MOZART

Wer von euch kennt den Film AMADEUS noch nicht? Na, dann aber mal schnell kaufen/ausleihen und anschauen!
Eine ganz großartige, romaneske Verfilmung von Milos Forman aus dem Jahre 1984 (der Film gewann ein Jahr später 8 Oscars & 4 Golden Globes!), der einen großen Lebensabschnitt von W.A. MOZART zeigt.

Die Handlung des Films basiert auf einem Theaterstück von Peter Schaffer (1979, er schrieb auch das Drehbuch zum Film) und erzählt das Wirken & Leben Mozarts in Rückblenden aus der Sicht des Hofkomponisten Antonio Salieri, der zeitlebens ein Kontrahent Mozarts war, weil er nicht dessen Genialität besaß!

Das Wunderbare an dem langen -aber kurzweiligen- Film ist, dass man sich keine Minute langweilt, dass er dramatisch, witzig & informativ ist, auch, wenn naturellement nicht alle Fakten zu 100% stimmen (darüber ist sich die Musikwelt einig... nachzulesen ab hier)
UND das Beste: Die MUSIK steht im Mittelpunkt!!!

-> Absolut großartig und TOP-empfehlenswert! <-

Mir ist grad so... SARABANDIG!

Das Musikstück* passt hervorragend zum heutigen super-sonnigen, milden Herbsttag! Wir haben hier 20°C und ich hab' auf der Terrasse gefrühstückt .... was will frau mehr? ;-)
Und jetzt: Boxen auf und lasst die MUSIK euch durchströmen...

http://www.youtube.com/watch?v=vfGfvWHH8L8  
(Sorry, aber das Video ließ sich leider nicht einbetten, daher hier nur der Link dazu!)

* ...von Jon Lord, Gründungsmitglied der Rockformation Deep Purple, er war bis 2002 -> 34 Jahre dabei, seitdem SOLO unterwegs!

Freitag, 12. November 2010

Freitags-Füller #85








1. Es hört sich seltsam an, aber manchmal kann ich mich selbst nicht leiden.

2. Ein ernst gemeintes Kompliment zu hören ist Musik in meinen Ohren.

3. Ich bin nicht immer dankbar für die noch verbliebene Zeit, die ich mit meiner Tochter hier verbringen kann, bevor sie zum Studium abzischt.

4. Irgendwann habe ich mir vorgenommen niemals nicht mehr mehr in öffentliche Badeanstalten zu gehen, aber wie man bei Punkt 7. sieht, ändert sich das -je nach Situation- auch wieder und darum heißt es : "Sag niemals nie!"

5. Ein Regentag ist kein Beinbruch & eine gute Gelegenheit ausgiebigst Café Crème zu trinken und dabei ein spannendes und gutes Buch zu lesen.

6. Dass ich eine ausgeprägte Nachteule bin das kann ruhig jeder über mich wissen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf entspanntes Füße hochlegen & irgend einen Scheiß im TV guten Film anschauen, morgen habe ich da es ja letztes WE nicht geklappt hat mit einer guten Bekannten einen Wellnesstag geplant und Sonntag möchte MUSS ich hier mal wieder etwas klar Schiff  machen!

Den Freitagsfüller gibt's immer bei Barbara, merci!